2013/01/03

Zu Ende erzählt ...



Seit 2007, also bald 6 Jahre, blogge ich nun hier. Es hat mir so viel Spaß gemacht! Es hat mir sehr viel Gutes gebracht. Mich selbst wachsen lassen, meinen Anspruch ans Essen, meine Sichtweisen zu unterschiedlichsten Bereichen rund ums Essen und Genießen. Ich habe fantastische, beeindruckende Menschen kennengelernt. Und von anderen tollen Blogs und ihren Ideen und Beiträgen enorm profitiert. Ja, es war ein richtiges, kleines, ganz aufregendes Abenteuer und Highlight. 

Etwas langjähriges und so gewachsenes zu beenden erfordert ganz viel Mut. Das merke ich, seit ich mit dem Gedanken spiele, dieses Projekt zu schließen. Es fällt mir richtig schwer, loszulassen. Aber mein Credo lautet: Tue etwas mit Hingabe und Leidenschaft oder lass es bleiben! Und diese ursprüngliche Leidenschaft, mit der ich meine Beiträge früher verfasst habe, ist einer gewissen Skepsis und Gleichgültigkeit gewichen. Ja, und darum kann ich an dieser Stelle auch nicht mehr wie bisher weitermachen. Natürlich koche ich nach wie vor und probiere neues aus, gehe Wagnisse ein und erfreue mich an Erprobtem weiterhin. Aber - und das ist wohl der wichtigste Grund - ich möchte dies alles nicht mehr länger mit der Öffentlichkeit teilen. Ich für meinen Teil habe genug von mir und meinem (Koch)Leben preis gegeben. Jetzt aber möchte ich damit aufhören, für eine Weile oder für immer, darauf lege ich mich nicht fest. Denn das Leben ist halt sprunghaft und wer weiß, ob ich nicht in einem Jahr oder so wieder zu dem zurück kehren möchte, was mich hier einmal so begeisterte (darum bleibt dieser Blog auch bestehen). Aber im Moment finde ich es spannender, mich wieder in mein ganz privates Leben zurück zu ziehen und meiner Kocherei vielleicht eine neue und ganz andere Richtung zu geben (Nein, ein Geschirrspüler wird ganz sicher nicht angeschafft ;-)? Wer weiß, welche Fenster sich öffnen, wenn ich diese Türe schließe ;-).
 
Ich werde meine Lieblingsblogs weiterhin lesen und meine Bloggerfreundinnen hoffentlich weiterhin regelmäßig treffen. Ich danke euch allen dafür, dass ihr bei mir mitgelesen habt und euch meine Rezepte und Geschichten begeistern konnten. Ich wünsche euch alles Gute, weiterhin viel Genuss und Freude und ich winke euch ganz herzlich zu!
 
Eure Ellja!

2012/12/07

Grubenkraut - Krautkrapfen - Krapfensonntag

Bilder: Ellja





























Obwohl ich Sauerkraut nicht so gerne mag, will ich schon längst das "Grubenkraut" probieren.

Grubenkraut wird ohne jegliche Konservierungsstoffe in der sogenannten "Krautgrube" natürlich vergärt. Es wird im Herbst von Hand geerntet und die Krautköpfe werden in einem Krautkessel blanchiert. Dann müssen sie eine Weile unter freiem Himmel "bleichen". Schließlich werden die Krautköpfe in die Krautgrube geschlichtet und erst nach frühstens 4 Monaten entnommen.


Historische Hintergründe (der Homepage entnommen)

Kraut war seit vielen Jahrhunderten als Wintergemüse ein überlebenswichtiger Bestandteil der bäuerlichen Ernährung. Es war ein täglicher Speisenbegleiter - als Zu-, Zwischen- oder Hauptspeise. Das am bäuerlichen Krautacker kultivierte Weißkraut wurde auf vielen Höfen der Region Fischbacher Alpen und angrenzendes Wechselgebiet in Krautgruben milchsauer vergoren. Zum Unterschied von Sauerkraut wurden hier die Köpfe im Ganzen konserviert. Grubenkraut wurde grundsätzlich nicht für den Verkauf sondern für den Eigenbedarf produziert. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft, das durch steigendem Wohlstand veränderte Nahrungsverhalten und die wesentlich einfachere und weniger arbeitsintensive Herstellung von Sauerkraut führten unaufhörlich zum Verschwinden des Grubenkrauts. Am längsten erhalten hat sich diese Konservierungsform rund um Fischbach, wo sie in der Erinnerung der Menschen heute noch gut präsent ist.
Ich habe mir vom Froihof Grubenkraut gekauft, das bereits 1 Jahr gereift ist.


























Beim Verkosten schmeckt man sofort einen Unterschied. Es ist bei weitem nicht so säuerlich, wie herkömmliches Sauerkraut und hat einen sehr feinen, ganz eigenen Geschmack.

Gemacht habe ich daraus Krautkrapfen, die ich hier schon mal gepostet hatte. Ich bin zwar nicht für Wiederholungen (die es klarerweise gibt) auf meinem Blog, aber die Steigerung mit dem Grubenkraut hat unser Sonntagsessen deutlich verfeinert.

Bei weitem besser als die letzten! Unbedingt zu empfehlen.


2012/11/25

Sonntagsluxus

Bilder: Ellja






































Der Sonntag ist mir heilig! Am Sonntag ist alles anders. Da wird der Tag gemächlich begonnen. Wenn am Samstag doch noch das eine oder andere zu erledigen ist, der Sonntag bleibt erledigungsfrei. Und so richtig fein gefrühstückt wird auch in erster Linie  - ihr wisst es schon - Sonntags!

Bei uns in Österreich ist der Sonntag immer noch Ruhetag. Die Geschäfte sind alle zu (es gibt schon die ein oder andere Ausnahme, aber sie sind immer noch Ausnahmen). Und ich bin ganz dafür. Weil es uns Menschen zwingt, doch wenigstens einen Tag in der Woche mal RUHE ZU GEBEN. Davon abgesehen, dass ich allen Handelsangestellten dieser Welt einen freien Sonntag gönnen würde, finde ich es sehr beruhigend, dass man an diesem Tag alles mögliche tun kann: Ausschlafen, im Garten arbeiten, Spazieren gehen, Wandern, Freunde einladen, Verwandte besuchen, Radfahren, Schifahren, ins Kino gehen, ein Buch lesen, Maniküre, Pediküre, ins Narrnkastl schauen...

Alles, nur nicht hektisch von einem Geschäft ins nächste rennen und sein schwer verdientes Geld in Konsumware zu tauschen. Wir kaufen alle sowieso zuviel Zeugs, das wir gar nicht brauchen. Wenn ich manchmal so durch sehr große Geschäfte (Stores) gehe, dann frage ich mich immer öfter "Wer soll das alles kaufen, wer soll diese Berge von Klamotten denn anziehen?" Und auch bei den vielen Lebensmitteln in den Supermärkten stelle ich mir die gleiche Frage. Was soll diese Warenvielfalt denn bringen, außer noch mehr Verunsicherung? Eine Auswahl von 10 verschiedenen Müslisorten (mindestens) und trotzdem alles nur zuckriger Schrott... Masse statt Klasse. Ich wünsche mir den kleinen Greissler ums Eck´herbei. Ein überschaubares Sortiment gut ausgesuchter Waren. Aber das ist einfach nur, weil heute Sonntag ist und ich ganz viel Zeit zum träumen und fantasieren habe ...

Wenn es dann langsam gegen Mittag geht, mache ich mich ans Mittagsfrühstück: Erdäpfel aus meinem Biokistl für die Kartoffelrösti. Gebeizter Saibling vom Fischhändler. Und frischer Sauerrahm von meiner Marktfrau.

Was für ein Luxus!



























Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!





2012/11/22

Nachgekocht: Apfel + Karamell = Glückseligkeit

Bilder: Ellja





























Diese Formel wurde kürzlich unumstößlich erprobt und angewandt!

Angefangen hat alles mit dem Salzigen Butterkaramelleis von Frau Ziii.
Meine Güte, könnte ich nur je solche Bilder schießen. Aber lassen wir uns davon bitteschön nicht all zu sehr ablenken. Das Eis muss schließlich getestet werden. Und der Aufstieg zum Karamelleishimmel ist steinig und hart oder - wenn man so möchte - verbrannt und hart. Denn an einem guten Karamell führt halt kein Weg vorbei.

Ich will ja nicht angeben, aber bei mir hat es zum Glück sofort geklappt, mit der Karamell-nicht-rührerei (Wirklich schwer, nicht doch ein bissl umzurühren, wenns da schon schmilzt und im anderen Eck noch nicht...)!

Bei den Zutaten hab ich ein klein wenig abgewandelt:
  • 200 g weißer Zucker
  • 50 g Butter
  • 250 ml Schlagobers
  • 500 ml Milch
  • 1 Vanilleschote
  • 4 große Eidotter
  • 2/3 TL Maldon Seasalt (davon die Hälfte erst kurz vor dem Frieren dazu gegeben)
Die Masse habe ich über Nacht im Kühlschrank reifen lassen und erst am nächsten Tag in die Eismaschine gegeben.


























Hier hätte ich schon einen Schlussstrich ziehen können. Denn beim Verkosten war ich schon versucht, die ganze Schüssel aufzulöffeln. Aber halt!

Ich wollte meiner Formel folgen, und was fehlte da also noch zur Glückseligkeit? Der Apfel.

Und zwar dieser hier: Während Claudio portugiesische Weine umkocht, backe ich Eva´s Äpfel.


























Denn, wenn das schon glücklich macht...



























Macht das erst glückselig!


























Und wer´s nicht glaubt, hat von Formeln keine Ahnung :-)

2012/11/19

Fremdgegessen: Aming Dim Sum Profi

Bilder: Ellja





























Gleich vorneweg: Ich finde es unsäglich schade, dass es in Linz keinen einzigen guten, halbwegs authentischen Chinesen gibt. Und ich frage mich ständig: Warum? Ich unterhalte mich mit Leuten, die das alle genauso sehen wie ich. Also sollte das Publikum doch wohl da sein. Aber nein, um gutes chinesischen Essen zu bekommen muss man nach Wien fahren.

Da wir das ohnehin mehrmals im Jahr müssen/wollen, um Familie und Freunde zu besuchen, ist das schon einmal kein Problem. Schon vor einiger Zeit waren wir zum ersten Mal im "Aming Dim Sum Profi" (Profi, unnötiger Zusatz, oder?). Wir hatten damals unterschiedliches darüber gehört. Die einen haben Lobgesänge ausgebracht, doch einige auch weniger Gutes (Hygiene, Ambiente usw.)
Macht aber nix, wir machen uns sowieso unser eigenes Bild!
Und schon beim ersten Mal waren wir Nichtsahnenden aus der Provinz hellauf begeistert!

Das recht kleine Lokal (7 Tische, glaub ich), das in Naschmarkt-Nähe an der Rechten Wienzeile liegt, ist nicht unbedingt ein Lokal, um Abends fein Essen zu gehen. Das nicht. Es hat schon eher Imbisscharakter, wie man es anscheinend in ganz China finden kann. Aber das störte uns schon beim ersten Mal ganz und gar nicht. Wir sind ja auch beim 2. Mal zum Mittagessen da. Und daher trinken wir auch keinen Wein sondern Jasmin-Tee und Bier. Herr Chen Yuming sitzt selbst noch bei seinem späten Frühstück, als wir unseren Tisch ansteuern. Die Bedienung ist auch dieses Mal wieder sehr freundlich und wir studieren erneut mit zunehmendem Speichelfluss die reichhaltige Speisekarte. Und wieder haben wir es auf die vielen kleinen Vorspeisen abgesehen, wir wollen ja schließlich von allem probieren. Das Lokal an diesem Sonntag Mittag ist schließlich bis zum letzen Platz gefüllt, viele Chinesen löffeln hier neben Wienern dampfende Suppen und tauchen ihre verführerischen DimSum in Sojasauce. Will man sicher einen Platz ergattern, sollte man immer reservieren. Aus der offenen Küche zischt und brodelt es. Wir fühlen uns schon wie in China.

Unsere Auswahl kann sich sehen lassen:

Gedämpfte Kaisertaschen mit Shrimpsfüllung und Chilisauce, seidiger Teig, sehr aromatische Fülle in metallenen Dampfkörben serviert






























1000-jähriges Ei mit Seidentofu






























knackiger Wasserspinat mit Chili, Knoblauch und fermentierter Tofusauce




























Sehr gut gebratene Ente in Soja-Honigsauce, die Knochen muss man selbst entfernen, die Sauce war ein Gedicht!




























scharfes Rindfleisch, mit unglaublich vielen Aromen und wirklich scharf!
























































Unsere Favoriten von den bisherigen Besuchen:
- Teigtaschen mit Schweinefleisch in Chiliöl-Sauce
- marinierte Erdnüsse
- Wasserspinat
- Tofu mit Koriander in Spezialsauce
- Ente in Honigsauce
- doppelt gebratener Schweinebauch

Wir kommen garantiert wieder. Müssen wir doch Schweinsohrensalat, knusprigen Schweinedarm, Entenzungen, fliegende Nudeln und Sesambällchen mit Mandarinenblüten auch noch probieren!

Meine Empfehlung: Hingehen und probieren, so viel wie geht.


Aming Dim Sum Profi
Rechte Wienzeile 47
1050 Wien
+43 1 954 08 40
office@amingdimsumprofi.at
Öffnungszeiten
Montag bis Samstag
11.00 – 22.00 Uhr
Sonntag
12.00 – 20.00 Uhr
Facebook:  http://de-de.facebook.com/AmingDimSum

2012/11/16

Kürbis - Spinat - Zitrone - Butter

Bilder: Ellja































Hab ich schon mal erwähnt, dass ich nicht sooo der Kürbis-Möger bin? Wenn nicht, dann sei es somit gesagt. Ich mache keine Freundensprünge, wenn alle Welt im Herbst die Kürbisse nachhause rollt.  Ich empfinde gar nichts, wenn ich an Kürbissuppe denke, ganz und gar nichts. Aber im Backofen mit Kräutern und Gewürzen geschmort, so mag ich Kürbis doch auch ab und zu ganz gerne.
Einige Male habe ich Kürbislasagne mit Spinat gemacht, daher weiß ich, dass beides sehr gut harmoniert.

Letztens aber, da wollte ich wieder einmal Ravioli machen, mit einer gemüsigen Füllung und Gemüse drumherum. So begann die vage Vorstellung. Ich hatte einen kleinen Kürbis in meiner Biokiste, weil ich einfach vergessen hatte, meine Lieferung umzubestellen, ja was soll man da dann machen ...

Ravioli mit einer Kürbisfülle und Jungspinat mit Zitrone in Butter und Pinienkernen vielleicht?

Den Kürbis habe ich im Rohr gebacken, wie ich das öfter tue:

Kürbis zerteilen, Kerne rausholen, schälen und in grobe Würfel schneiden. Mit Majoran, Salz und etwas Pfeffer würzen und mit Öl und Butterflöckchen im Backrohr bei ca. 180 Grad weich garen, bis er am Topfrand schon ein bisschen karamellisiert. Herausnehmen und mit einer Gabel zerdrücken.
Etwas abkühlen lassen und dann mit guter Butter, etwas Zitronensaft, geriebenen Parmesan und ganz wenig Creme fraiche zu einer Masse rühren. Diese im Kühlschrank kühl stellen.



Dieses Mal ist mir auch mein Nudelteig sowas von gut gelungen. Sehr seidig war er. Das liegt wohl daran, dass ich statt "nur Dotter" auch ein ganzes Ei genommen habe?

Teig: 
300 g Mehl
1 Ei
2 Dotter
Salz
1 EL Öl
1 EL Wasser

Teig gut verkneten, bis er richtig geschmeidig ist. In Folie wickeln und 30 Minuten rasten lassen.

Den Teig schließlich auf einem Brett sehr dünn ausrollen oder durch die Nudelmaschine drehen.
Auf ca. 10 cm breiten Teigstreifen am unteren Rand kleine Häufchen der Kürbisfülle platzieren. Die Ränder und die Zwischenräume mit Eiweiß bestreichen. Den oberen Rand überschlagen, gut andrücken und mit einem Teigrad Ravioli abradeln. Diese auf einer bemehlten Fläche parken, bis Teig und Fülle aufgebraucht sind und alle Ravioli gespannt aufs Siedewasser warten.

Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen und salzen. Hitze herunter drehen, die Ravioli einlegen, sie dürfen nur noch ganz leicht ziehen, ganze 4 Minuten und 20 Sekunden dazu ;-).

Während das Wasser kocht, in einer großen Pfanne gewaschenen, gehackten (Jung)spinat zusammenfallen lassen, etwas salzen, pfeffern, mit viel Butter aufschäumen und ordentlich Zitronenschale dazu reiben.

Die fertig gegarten Ravioli in einen tiefen Teller geben und mit dem Spinat, der Zitronenbutter und gerösteten Pinienkernen servieren.



Es ist kein schnelles Essen. Aber es ist gutes Essen. So kann bei mir auch der Kürbis punkten.



2012/11/09

Kleine Leckerbissen #5

Bilder: Ellja



























Jetzt habe ich es schon ein paar Monate und es macht mich immer noch glücklich, jeden Tag!
Mein großes Brotmesser von Franz. So schneidet man Brot. Und nicht anders. Aber auch Mandeln lassen sich damit ausgezeichnet hacken. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich verträumt über den schönen Olivenholzgriff streichle ;-).




Quittenkompott 2012
Nicht zu lange gedünstet, mit etwas Weißwein, Wasser, Zucker und Vanille. 
Kein Zimt. Kein Sonstwas. Möglichst pur.




Aus dem spätsommerlaunen-Menü habe ich ihn verbannt. Er schien dafür nicht ausreichend fruchtig. Ein bisschen störrisch, trocken vielleicht. Wie ich selbst? Vielleicht liebe ich ihn genau deshalb so sehr. Mit jeder neuen Flasche mehr und mehr: Crémant d´Alsace Rosé - Henri Kieffer & Fils 




























Kürzlich verfolgte ich einen recht kurzweiligen Bericht über David Chang und seine Momofuko-Erfolgsstory. Eine sehr sympathische, unaufgeregte Erscheinung, dieser Chang, der sein Handwerk u.a. bei Jean-Georges Vongerichten gelernt hatte, bevor er 2004 seine erste Nudelbar eröffnete. Natürlich kam in diesem Bericht auch die Sprache auf die Redeye-Mayonnaise mit Kaffee, von der ich schon irgendwann einmal gehört/gelesen hatte. Alle Personen an dem Tisch im Momofuko waren geradezu hingerissen, wie gut die Mayonnaise doch zum Prosciutto passe... Allein Grund genug für mich, es auch zu testen. Ich habe zuerst sehr mageren, hauchdünnen Schinkenspeck versucht. Das war ok, aber haut einen jetzt nicht so um. Schließlich aber, mit wirklich aromatischen, fettig glänzenden Prosciutto, auch dünn geschnitten, aber nicht zu dünn, hat es geknallt. It totally works!


Copyright: Thimfilm

 Die Wand

Marlen Haushofer´s gleichnamiges Buch, das 1963 zum ersten Mal veröffentlicht wurde, ist zur Zeit in unseren Kinos zu sehen. Als ich das Buch vor Jahren gelesen hatte, war ich von der ersten Seite an gefangen. Das Thema war gleichzeitig so befremdlich und spannend. Man kann nachlesen, dass das Buch zum Erscheinungszeitpunkt recht viel Staub aufwirbelte und allerlei Interpretationen durch die Medien geisterten.Von Atomkriegtheorien und Zivilisationskritik war damals die Rede.

Bleiben wir aber bei der Filmvorlage: Eine junge Frau fährt mit Cousine und ihrem Mann in die Berge. Sie wollen in einer Jagdhütte ein Wochenende verbringen. Am nächsten Morgen wacht die Frau (sie hat keinen Namen) auf und bemerkt, dass Cousine samt Mann aus dem Dorf nicht zurückgekehrt sind, nur ihr zurückgelassener Hund ist noch da. Die Frau geht ein Stück des Weges Richtung Dorf und stößt plötzlich an eine unsichtbare Wand, die sie nicht überwinden kann. Wie die Hauptprotagonistin mit dieser verstörenden Tatsache umgeht, ist der Beginn einer beeindruckenden und gleichzeitig fesselnden Geschichte.

Ich war mehr als gespannt, wie der Film umgesetzt würde. Und vor allem, wie die Hauptfigur die Rolle tragen konnte. Martina Gedeck als Hauptdarstellerin aber konnte alle Töne, auch und besonders die leisen, spielen. Nach dem passenden Drehort wurde lange gesucht, da es in der Romanvorlage ja einige genaue Vorgaben gab. Bei den Gosauseen in Oberösterreich fand sich schließlich die passende Drehlocation. Auch hier hat für mich alles gepasst. Eigentlich genauso war meine Vorstellung beim Lesen des Romans.

Beeindruckend! Und auch beängstigend. Ich muss sagen, dass mich der Roman damals nicht so sehr beängstigte, wie jetzt der Film. Keine Ahnung in welcher Verfassung ich mich damals befand ...

 Andere Eindrücke zum Film gibt es hier.

2012/11/06

Der Winter naht ...

Bilder: Ellja































... und der Garten darf zur Ruhe gebettet werden.



Die letzten Quitten werden vom Baum geholt.


























Auch die Chiliernte ist beendet. Heuer immer noch nicht so prächtig wie bei so manch anderer.
Aber besser als die Jahre davor. Und die letzten Früchte waren auch die schärfsten.





























Blumenzwieberl werden noch schnell in die Erde gesteckt, damit der Frühling nächstes Jahr gleich farbenprächtig Einzug halten kann.





























Sträucher und Stauden zurückgeschnitten.



























Um schließlich die Handschuhe auszuziehen.


























Und das keinen Tag zu früh.



Der Winter naht ...